Was ist wertschätzende Kommunikation?

 

Wer kennt das nicht? Da gibt ein Wort das andere. Vermutungen, Bewertungen und Interpretationen

führen zu Missverständnissen und so endet das Gespräch, obwohl es mit den besten Absichten begann, im Streit.

 

Ein analytischer Blick auf unserer Sprache zeigt uns zahlreiche trennende, Missverständnisse erzeugende Formulierungen:

Wir analysieren, kritisieren, interpretieren und urteilen: "Das ist ja mal wieder das totale Chaos hier."

Wir wissen, was mit dem anderen nicht stimmt: "Das hat er sicher vergessen. Der ist ja immer etwas konfus."

Wir strafen und drohen: "Wenn das jetzt hier nicht klappt, wird das Konsequenzen haben."

 

Was lösen solche Formulierungen bei unserem Gesprächspartner aus?

Widerstand, Ablehnung, Rechtfertigung, weil Bedürfnisse nach Anerkennung, Wertschätzung, Zusammenarbeit und Zugehörigkeit nicht berücksichtigt wurden. Die Reaktionen des anderen werden in dessen Verhalten sichtbar: Rückzug oder Gegenangriff sind die (scheinbar) probaten Reaktionsweisen. Dabei ist der Mensch ist ein Beziehungswesen. Gerade deshalb spielt die Erfüllung der genannten Bedürfnisse  für unser Wohlbefinden und für unsere Leistungsfähigkeit eine so entscheidende Rolle. Dies gilt im privaten, aber auch im beruflichen Kontext.

 

 

 

Hier setzt das Konzeptes von Dr. Marshall Rosenberg an. Es erscheint auf den ersten Blick simpel und beruht auf den folgenden Grundannahmen:

  • Alles was wir tun, tun wir aus der Absicht heraus, uns ein Bedürfnis zu erfüllen.
  • Wir tragen gerne zum Wohlergehen anderer bei, wenn

… wir dies freiwillig tun können

… keine eigenen Anliegen/Bedürfnisse dem entgegenstehen

… wir darauf vertrauen können, dass unsere eigenen Anliegen/Bedürfnisse           

    ebenso Berücksichtigung finden

  • Jede Form von Kritik, Angriff, Urteilen …ist Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse.

Aus diesen Grundannahmen entwickelte Dr. Rosenberg eine Kommunikation, die es uns ermöglicht uns selber klar und aufrichtig mitzuteilen, ohne unseren Gesprächspartner zu verletzen. Gleichzeitig bietet sie uns den empathischen Zugang zu unserem Gesprächspartner.